Aṅguttara Nikāya
Das Einer-Buch
314–315. Wie man sät
Was auch immer, ihr Mönche, ein Mensch mit falscher Ansicht, dieser falschen Ansicht folgend, an Taten ausführt und unternimmt, sei es in Werken, Worten oder Gedanken, und was dabei seine Willensverfassung ist, sein Wunsch und Verlangen, und seine (anderen) Geistesfunktionen—alle diese Dinge bringen Unerwünschtes, Unerfreuliches, Unangenehmes, bringen Unsegen und Leid. Und warum? Eben weil seine Ansicht eine schlechte ist.
Wie wenn man Nimba- oder Kosātaki-Samen (beides sind bittere Gewächse) oder den Samen des bitteren Kürbis auf feuchten Boden sät, so wird all das, was jene Samenkörner an Erd- und Wassersubstanzen in sich aufnehmen, zu bitterem, scharfem und unangenehmem Geschmacke führen. Und warum? Weil der Samen ein schlechter ist. Ebenso ist es auch mit den Taten eines Menschen mit falscher Ansicht.
Was auch immer ein Mensch mit rechter Erkenntnis, dieser rechten Erkenntnis folgend, an Taten ausführt und unternimmt, sei es in Werken, Worten oder Gedanken, und was dabei seine Willensverfassung ist, sein Wunsch und Verlangen und seine (anderen) Geistesfunktionen—alle diese Dinge bringen Erwünschtes, Erfreuliches und Angenehmes, bringen Segen und Glück. Und warum? Eben weil seine Erkenntnis eine rechte ist.
Wie wenn man einen Schößling des Zuckerrohrs oder Weinstocks oder Reiskörner in feuchten Boden pflanzt, so wird all das, was sie an Erd- und Wassersubstanzen in sich aufnehmen, zu süßem, angenehmem und lieblichem Geschmacke führen. Und warum? Weil der Samen ein guter ist. Ebenso ist es auch mit den Taten eines Menschen mit rechter Erkenntnis.