Aṅguttara Nikāya

Das Zehner-Buch

39–40. Ordenseinigkeit II

„Von Ordenseinigkeit redet man, o Herr. Inwiefern aber, o Herr, gilt der Orden als einig?“

—„Da erklären, o Ānanda,

  • die Mönche eine falsche Lehre für falsch und die rechte Lehre für recht;
  • falsche Ordenszucht für falsch und rechte Ordenszucht für recht;
  • erklären das vom Vollendeten nicht Gesprochene und nicht Gelehrte als von ihm nicht gesprochen und nicht gelehrt und das von ihm Gesprochene und Gelehrte für von ihm gesprochen und gelehrt;
  • das von ihm nicht Getane und Angeordnete als nicht getan und angeordnet und das von ihm Getane und Angeordnete als von ihm getan und angeordnet.

—„Was aber erwirkt sich einer, der den entzweiten Orden wieder einigt?“

—„Er erwirkt sich göttlichen Lohn.“

—„Worin aber, o Herr, besteht der göttliche Lohn?“

—„Darin, daß er ein Weltzeitalter im Himmel frohlockt.“

„Ein Segen ist Eintracht im Orden der Jünger,
ein Glück, die Geeinten in Eintracht zu stützen.
Voll Freude an Eintracht, im Guten verharrend,
irrt nimmermehr ab man vom Friedensziel.
Wer da im Orden Einigkeit bewirkt,
erfährt äonenlang das Himmelsglück.“