Aṅguttara Nikāya

Das Zweier-Buch

18. Zu meiden und auszuüben

Einst begab sich der ehrwürdige Ānanda zum Erhabenen. Dort angelangt begrüßte er ehrfurchtsvoll den Erhabenen und setzte sich zur Seite nieder. Als er sich gesetzt hatte, sprach der Erhabene also zum ehrwürdigen Ānanda:

„Einen schlechten Wandel in Werken, Worten und Gedanken, den hat man, o Ānanda, gewissenhaft zu meiden.“

„Wird aber, o Herr, dieser schlechte Wandel in Werken, Worten und Gedanken betätigt, den der Erhabene als gewissenhaft zu meiden bezeichnet hat, welcher Nachteil steht dann zu erwarten?“

„Wird, Ānanda, dieser schlechte Wandel in Werken, Worten und Gedanken betätigt, den ich als gewissenhaft zu meiden bezeichnet habe, so steht folgender Nachteil zu erwarten:

  • sich selber macht man Vorwürfe;
  • die Verständigen, die es merken, tadeln einen;
  • üble Gerüchte verbreiten sich;
  • eines unruhigen Todes stirbt man;
  • bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, aber erscheint man in niederer Welt, auf einer Leidensfährte, in Daseinsabgründen, in der Hölle.

Solcher Nachteil ist dann zu erwarten.

Einen guten Wandel in Werken, Worten und Gedanken, den hat man, Ānanda, gewissenhaft zu betätigen.“

„Wird aber, o Herr, dieser gute Wandel in Werken, Worten und Gedanken befolgt, den der Erhabene als gewissenhaft zu betätigen bezeichnet hat, welcher Segen steht dann zu erwarten?“

„Wird, Ānanda, dieser gute Wandel in Werken, Worten und Gedanken befolgt, den ich als gewissenhaft zu betätigen bezeichnet habe, so steht folgender Segen zu erwarten:

  • sich selber macht man keine Vorwürfe;
  • die Verständigen, die es merken, loben einen;
  • ein guter Ruf verbreitet sich;
  • eines ruhigen Todes stirbt man;
  • und bei Auflösung des Körpers, nach dem Tode, erscheint man auf glücklicher Fährte, in himmlischer Welt.

Solcher Segen ist dann zu erwarten.“