Aṅguttara Nikāya

Das Zweier-Buch

34. Tun und Nichttun

Einst begab sich ein gewisser Brahmane zum Erhabenen. Dort angelangt, wechselte er mit dem Erhabenen höflichen Gruß, und nach Austausch freundlicher und zuvorkommender Worte setzte er sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach nun jener Brahmane zum Erhabenen also:

  • „Was lehrt wohl der Herr Gotama, welche Lehre verkündet er?“
  • „Das Tun lehre ich, Brahmane, und das Nichttun lehre ich.“

„Inwiefern aber lehrt der Herr Gotama das Tun sowohl wie das Nichttun?“

  • „Das Nichttun lehre ich, Brahmane; denn ich lehre das Nichttun schlechter Taten in Werken, Worten und Gedanken, sowie das Nichttun der mannigfachen üblen, unheilsamen Dinge.
  • Doch auch das Tun lehre ich, Brahmane; denn ich lehre das Tun edler Taten in Werken, Worten und Gedanken, sowie das Tun der mannigfachen heilsamen Dinge. Insofern, Brahmane, lehre ich das Tun und lehre ich das Nichttun.“

„Vortrefflich, Herr Gotama! Vortrefflich, Herr Gotama!... So nehme ich meine Zuflucht zum Herrn Gotama, zur Lehre und zur Mönchsgemeinde. Als Anhänger möge mich der Herr Gotama betrachten, als einen, der von heute ab zeitlebens Zuflucht genommen hat.“