Aṅguttara Nikāya
Das Dreier-Buch
76–77. Wiedergeburt I II
Es sprach der ehrwürdige Ānanda zum Erhabenen also:
„‚Dasein, Dasein‘, so sagt man, o Herr. Inwiefern aber, o Herr, gibt es ein Dasein?“
„Wenn es, Ānanda, kein in sinnlicher Sphäre reifendes Wirken (kamma) gäbe, würde es dann wohl sinnliches Dasein geben?“
„Das wohl nicht, o Herr.“
„Somit also, Ānanda, ist das Wirken (kamma) der Boden, das Bewußtsein die Saat, das Begehren die Feuchtigkeit. Und das Bewußtsein (Text 77: der Wille, das Verlangen, cetanā patthanā) der durch Unwissen gehemmten und vom Begehren umstrickten Wesen setzt sich in niederer Sphäre (d.i. im vorerwähnten sinnlichen Dasein) fest. So kommt es zur Entstehung einer künftigen Wiedergeburt. Solcherart, Ānanda, ist das Dasein.
„Wenn es, Ānanda, kein in feinkörperlicher Sphäre reifendes Wirken gäbe, würde es dann wohl feinkörperliches Dasein geben?“
„Das wohl nicht, o Herr.“
„Somit also, Ānanda, ist das Wirken der Boden, das Bewußtsein die Saat, das Begehren die Feuchtigkeit. Und das Bewußtsein (Text 77: der Wille, das Verlangen) der durch Unwissenheit gehemmten und vom Begehren umstrickten Wesen setzt sich in mittlerer Sphäre (im feinkörperlichen Dasein) fest. So kommt es zur Entstehung einer künftigen Wiedergeburt. Solcherart, Ānanda, ist das Dasein.
Wenn es, Ānanda, kein in unkörperlicher Sphäre reifendes Wirken gäbe, würde es dann wohl unkörperliches Dasein geben?“
„Das wohl nicht, o Herr.“
„Somit also, Ānanda, ist das Wirken der Boden, das Bewußtsein die Saat, das Begehren die Feuchtigkeit. Und das Bewußtsein (Text 77: der Wille, das Verlangen) der durch Unwissenheit gehemmten und vom Begehren umstrickten Wesen setzt sich in hoher Sphäre fest. So kommt es zur Entstehung einer künftigen Wiedergeburt. Solcherart, Ānanda, ist das Dasein.“