Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

17–20. Eigenes und fremdes Heil I IV

(17) Ein Mönch, bei dem fünf Umstände anzutreffen sind, der, ihr Mönche, wirkt zum eigenen Heile, nicht zum Heile der anderen. Welches sind diese fünf Umstände?

Da ist ein Mönch selber ausgerüstet mit Sittlichkeit, doch die anderen spornt er nicht an zur Gewinnung von Sittlichkeit; er ist selber ausgerüstet mit Sammlung, Weisheit, Befreiung und dem Erkenntnisblick der Befreiung, doch die anderen spornt er nicht an zu ihrer Gewinnung.

(18) Ein Mönch, bei dem fünf Umstände anzutreffen sind, der, ihr Mönche, wirkt zum Heile der anderen, nicht zum eigenen Heile. Welches sind diese fünf Umstände?

Da ist ein Mönch selber nicht ausgerüstet mit Sittlichkeit, doch die anderen spornt er zur Gewinnung von Sittlichkeit an. Selber ist er nicht ausgerüstet mit Sammlung, Weisheit, Befreiung und dem Erkenntnisblick der Befreiung, doch er spornt die anderen zur Gewinnung davon an.

(19) Ein Mönch, bei dem fünf Umstände anzutreffen sind, der, ihr Mönche, wirkt weder zum eigenen Heile, noch zum Heile der anderen. Welches sind diese fünf Umstände?

Da ist ein Mönch weder selber mit Sittlichkeit ausgerüstet, noch spornt er die anderen zur Gewinnung von Sittlichkeit an. Selber ist er nicht ausgerüstet mit Sammlung, Weisheit, Befreiung und dem Erkenntnisblick der Befreiung, und auch die anderen spornt er nicht zur Gewinnung davon an.

(20) Ein Mönch, bei dem fünf Umstände anzutreffen sind, der, ihr Mönche, wirkt sowohl zum eigenen Heile, als auch zum Heile der anderen. Welches sind diese fünf Umstände?

Da ist ein Mönch selber mit Sittlichkeit ausgerüstet und spornt auch die anderen zur Gewinnung von Sittlichkeit an. Selber ist er ausgestattet mit Sammlung, Weisheit, Befreiung und dem Erkenntnisblick der Befreiung, und auch die anderen spornt er zur Gewinnung davon an.