Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

77. Gefahren für den Waldasketen

Angesichts fünf drohender Gefahren, ihr Mönche, sollte der im Walde lebende Mönch eifrig, unermüdlich, selbstentschlossen verweilen, um das Unerreichte zu erreichen, das Unerrungene zu erringen, das Unverwirklichte zu verwirklichen. Welches sind diese fünf Gefahren?

Da, ihr Mönche, sagt sich der Mönch: ‚Ich lebe da jetzt allein im Walde. Und während ich allein im Walde lebe, mag mich eine Schlange beißen, oder ein Skorpion oder Tausendfuß mag mich stechen, und so möchte ich ums Leben kommen. Das aber wäre für mich ein Hindernis. So will ich denn meine Willenskraft daransetzen, um das Unerreichte zu erreichen, das Unerlangte zu erlangen, das Unverwirklichte zu verwirklichen!‘ Das, ihr Mönche, ist die erste drohende Gefahr.

Ferner, ihr Mönche, sagt sich der Mönch: ‚Ich lebe da jetzt allein im Walde. Und während ich allein im Walde lebe, möchte ich straucheln und hinfallen, oder die Nahrung möchte mir schlecht bekommen, oder Galle, Schleim oder stechende Gase möchten erregt werden; und dadurch möchte ich ums Leben kommen. Das aber wäre für mich ein Hindernis. So will ich denn meine Willenskraft daransetzen, um das Unerreichte zu erreichen, das Unerlangte zu erlangen, das Unverwirklichte zu verwirklichen!‘ Das, ihr Mönche, ist die zweite drohende Gefahr.

Ferner, ihr Mönche, sagt sich der Mönch: ‚Ich lebe da jetzt allein im Walde. Und während ich allein im Walde lebe, möchte ich wildem Getier begegnen, einem Löwen, einem Tiger, einem Leoparden, einem Bären oder einer Hyäne, und diese möchten mir das Leben nehmen; und dadurch möcht ich ums Leben kommen. Das aber wäre für mich ein Hindernis. So will ich denn meine Willenskraft daransetzen, um das Unerreichte zu erreichen, das Unerlangte zu erlangen, das Unverwirklichte zu verwirklichen!‘ Das, ihr Mönche, ist die dritte drohende Gefahr.

Ferner, ihr Mönche, sagt sich der Mönch: ‚Ich lebe da jetzt allein im Walde. Und während ich allein im Walde lebe, möchte ich Räubern begegnen, nach vollbrachter Tat oder unvollbrachter Tat, und diese möchten mir das Leben nehmen; und dadurch möchte ich ums Leben kommen. Das aber wäre für mich ein Hindernis. So will ich denn meine Willenskraft daransetzen, um das Unerreichte zu erreichen, das Unerlangte zu erlangen, das Unverwirklichte zu verwirklichen!‘ Das, ihr Mönche, ist die vierte drohende Gefahr.

Ferner, ihr Mönche, sagt sich der Mönch: ‚Wilde Unholde hausen da im Walde. Die möchten mir das Leben nehmen; und dadurch möchte ich ums Leben kommen. So will ich denn meine Willenskraft daransetzen, um das Unerreichte zu erreichen, das Unerlangte zu erlangen, das Unverwirklichte zu verwirklichen!‘ Das, ihr Mönche, ist die fünfte drohende Gefahr.

Angesichts dieser fünf drohenden Gefahren, ihr Mönche, sollte der im Walde lebende Mönch eifrig, unermüdlich, selbstentschlossen verweilen, um das Unerreichte zu erreichen, das Unerlangte zu erlangen, das Unverwirklichte zu verwirklichen.