Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

113. Nichtwissen

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Da begab sich ein Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also: „Vom Nichtwissen spricht man, o Herr. Was nun, o Herr, ist Nichtwissen, und inwiefern ist man in Nichtwissen geraten?“

„Da, o Mönch, versteht ein unerfahrener Weltmensch nicht die Körperlichkeit, er versteht nicht die Entstehung der Körperlichkeit, er versteht nicht die Aufhebung der Körperlichkeit, und er versteht nicht den zur Aufhebung der Körperlichkeit führenden Weg.

Er versteht nicht das Gefühl—die Wahrnehmung—die Gestaltungen—das Bewußtsein, er versteht nicht die Entstehung des Gefühls ... Bewußtseins, er versteht nicht ihre Aufhebung, und er versteht nicht den zu ihrer Aufhebung führenden Weg.

Dies nennt man, o Mönch, Nichtwissen, und insofern ist man in Nichtwissen geraten.“