Saṃyutta Nikaya 23

Rādha

23. Māra

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

Da begab sich der Ehrwürdige Rādha zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend sprach der Ehrwürdige Rādha zum Erhabenen also:

„Gut wäre es, o Herr, wenn mir der Erhabene in Kürze die Lehre zeigte, damit ich, nachdem ich des Erhabenen Lehre vernommen, einsam, zurückgezogen, unermüdlich, eifrig und entschlossen weilen mag.“

„Was da, o Rādha, Māra ist, danach sollst du den Willen aufgeben. Was nun, o Rādha, ist Māra?

Die Körperlichkeit, o Rādha, ist Māra; danach sollst du den Willen aufgeben, sollst du die Gier aufgeben, sollst du die Willensgier aufgeben. Das Gefühl, die Wahrnehmung, die Gestaltungen, das Bewußtsein, o Rādha, sind Māra; danach sollst du den Willen aufgeben, sollst du die Gier aufgeben, sollst du die Willensgier aufgeben.“