Aṅguttara Nikāya

Das Zweier-Buch

13. Erwägung und Entfaltung III

Zwei Kräfte gibt es, ihr Mönche. Welche zwei?

  • Die Kraft der Erwägung und
  • die Kraft der Entfaltung.

Was aber, ihr Mönche, ist die Kraft der Erwägung? (wie in 11)

Was aber, ihr Mönche, ist die Kraft der Entfaltung?

Da, ihr Mönche, gewinnt der Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnendingen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, die mit Gedankenfassen und Erwägen verbundene, in der Abgeschiedenheit geborene, von Verzückung und Glücksgefühl erfüllte erste Vertiefung und weilt in ihr.

Nach Stillung von Gedankenfassen und Überlegen gewinnt er den inneren Frieden, die Einheit des Geistes, die von Gedankenfassen und Erwägen freie, in der Sammlung geborene, von Verzückung und Glücksgefühl erfüllte zweite Vertiefung und weilt in ihr.

Nach Loslösung von der Verzückung weilt er gleichmütig, achtsam, klar bewußt, und ein Glücksgefühl empfindet er in seinem Innern, von dem die Edlen künden: ‚Der Gleichmütige, Achtsame weilt beglückt‘; so gewinnt er die dritte Vertiefung und weilt in ihr.

Nach dem Schwinden von Wohlgefühl und Schmerz und dem schon früheren Erlöschen von Frohsinn und Trübsinn, gewinnt er die leidlos-freudlose, in der völligen Reinheit von Gleichmut und Achtsamkeit bestehende vierte Vertiefung und weilt in ihr.

Das, ihr Mönche, nennt man die Kraft der Entfaltung.

Diese beiden Kräfte gibt es, ihr Mönche.