Aṅguttara Nikāya
Das Zweier-Buch
6. Fesseln
Zweierlei Betrachtungsweisen gibt es, ihr Mönche. Welche zwei?
- Die Betrachtung des Genusses bei den fesselnden Dingen und
- die Betrachtung der Abwendung von den fesselnden Dingen.
Wer bei den fesselnden Dingen in der Betrachtung des Genusses verweilt, überwindet nicht die Gier, überwindet nicht den Haß, überwindet nicht die Verblendung. Ohne aber Gier, Haß und Verblendung überwunden zu haben, wird man nicht frei von Geburt, Alter und Sterben, von Sorge, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung, wird man nicht frei, sage ich, vom Leiden.
Wer aber bei den fesselnden Dingen in der Betrachtung der Abwendung verweilt, der überwindet die Gier, überwindet den Haß, überwindet die Verblendung. Durch Überwindung aber von Gier, Haß und Verblendung wird man frei von Geburt, Alter und Sterben, von Sorge, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung, wird man frei, sage ich, vom Leiden.