Aṅguttara Nikāya

Das Sechser-Buch

26. Mittel der Erlösung

Der ehrwürdige Mahā-Kaccana sprach:

„Wunderbar ist es, ihr Brüder, erstaunlich ist es, ihr Brüder, wie da jener Erhabene, der Kenner, der Seher, der Heilige, vollkommen Erleuchtete, den Weg aus der Enge ins Freie erkannt hat, zur Läuterung der Wesen, zur Überwindung von Sorgen und Klagen, zur Aufhebung von Schmerz und Trübsal, zur Erreichung des rechten Pfades und zur Verwirklichung des Nibbāna, nämlich die sechs Gegenstände der Betrachtung. Welche sechs?

Da, ihr Brüder, gedenkt der edle Jünger

  1. des Vollendeten,
  2. der Lehre,
  3. der Mönchsgemeinde,
  4. der eigenen Sitten,
  5. der eigenen Freigebigkeit und
  6. der Gottheiten.

Zu einer Zeit aber, ihr Brüder, wenn der edle Jünger hierüber nachsinnt, dann ist sein Geist weder von Gier umsponnen, noch von Haß oder Verblendung. Recht gerichtet ist sein Geist zu einer solchen Zeit, entgangen, entledigt, enthoben der Gier. Die Gier, ihr Brüder, ist eine Bezeichnung der fünf Sinnenlüste. Jener edle Jünger aber, ihr Brüder, verweilt dann mit einem ganz und gar dem Raume gleichenden Geiste, einem weiten, hohen, grenzenlosen, frei von jedem Haß und Groll. Dadurch aber, ihr Brüder, daß sie diese Vorstellungen pflegen, werden gar manche Wesen der Läuterung teilhaftig.