Die Fragen des Königs Milinda

Teil 3: Lösungen der Zweifel

Kapitel 5

3.5.8. Unaufzeigbarkeit verübter Taten

Der König sprach: „Durch diese geistig-körperliche Verbindung, ehrwürdiger Nāgasena, werden also die guten und bösen Taten gewirkt. Was wird nun aber aus jenen Taten?“

„Jene Taten, o Herr, folgen einem nach, gleich wie ein Schatten, der nicht schwindet.“

„Kann man wohl aber, o Herr, angeben, wo sich jene Taten befinden?“

„Nein, o König.“

„So gib mir denn eine Erklärung hierfür!“

„Was meinst du wohl, o König: kann man wohl bevor die Bäume Früchte tragen aufzeigen, daß sich hier und dort die Früchte befinden?“

„Gewiß nicht, o Herr.“

„Ebensowenig, o König, kann man jene Taten in ununterbrochener Reihenfolge aufzeigen und sagen, daß sie hier oder dort seien.“

„Klug bist du, ehrwürdiger Nāgasena!“