Die Fragen des Königs Milinda

Teil 7

Kapitel 2

7.3.9. Der Schiffsarbeiter

„Eine Eigenschaft des Schiffsarbeiters, sagst du, ehrwürdiger Nāgasena, habe man anzunehmen: welches ist diese?“

„Gleichwie, o König, der Schiffsarbeiter denkt: ‚Für Lohn arbeite ich hier auf diesem Schiffe, und auf Grund meiner Arbeit erhalte ich Kost und Lohn; nicht nachlässig darf ich sein, sondern mit Fleiß muß ich dieses Schiff bedienen‘: so auch soll der Yogi, der Yogabeflissene, denken: ‚Wenn ich diesen aus den vier Hauptstoffen bestehenden Körper beständig, allezeit, unermüdlich beobachte, der Achtsamkeit gewärtig, achtsam, klarbewußt, gesammelt, geeinten Geistes, so werde ich Befreiung finden von Geburt, Alter, Krankheit und Tod, von Sorge, Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung. Darum muß ich mich befleißigen.‘ Das, o König, ist die eine Eigenschaft des Schiffsarbeiters, die er anzunehmen hat. Auch der Ordensältere Sāriputta, o König, der Feldherr des Gesetzes, hat gesagt:

Betrachtet euch da diesen Leib,
Lernt ihn durchschauen immer mehr;
Denn wer des Leibes Art durchschaut,
Der macht ein Ende allem Leid.“