Aṅguttara Nikāya
Das Vierer-Buch
47. Vier gewaltige Entfernungen
Vier gewaltige Entfernungen gibt es, ihr Mönche. Welche vier?
- Himmel und Erde, ihr Mönche: diese, als erstes, sind in gewaltiger Entfernung voneinander.
- Das diesseitige und das jenseitige Ufer des Meeres: diese, als zweites, sind in gewaltiger Entfernung voneinander.
- Der Punkt, wo die strahlende Sonne aufgeht, und der Punkt wo sie untergeht: diese, als drittes, sind in gewaltiger Entfernung voneinander.
- Die Lehre der Guten und die Lehre der Schlechten: diese, als viertes, sind in gewaltiger Entfernung voneinander.
Diese vier gewaltigen Entfernungen gibt es, ihr Mönche.
„Gar weit entfernt sind Himmel und die Erde,
und ebenso des Meeres beide Ufer.
Fern voneinander sind auch jene Orte,
wo strahlend sich erhebt der Sonnenball,
und wo, der uns das Licht bringt, wieder schwindet.Doch weiter noch als diese, sagt man recht,
ist gute Lehre von der schlechten fern.
Unwandelbar ist guter Menschen Freundschaft
und bleibt sich während ihrer Dauer gleich.
Doch schnell vergeht die Freundschaft zwischen Schlechten;
daher liegt Schlechtes weltenfern vom Guten.“