Aṅguttara Nikāya
Das Vierer-Buch
85. Licht und Finsternis
Vier Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen. Welche vier?
Einer, der von Finsternis zu Finsternis eilt (tamo tamaparāyano, wtl: ein Finsterer, der zur Finsternis bestimmt ist; entsprechend bei den anderen Begriffen.); einer, der von der Finsternis zum Licht eilt; einer, der vom Licht zur Finsternis eilt; einer, der von Licht zu Licht eilt.
1. Wie aber eilt ein Mensch von Finsternis zu Finsternis?
Da wird einer in einer niedrigen Menschenklasse wiedergeboren: unter den Ausgestoßenen oder in der Korbflechterkaste, der Jägerkaste, der Wagnerkaste oder der Fegerkaste; in einer Familie, die arm ist, der es an Speise und Trank mangelt, die kümmerlich ihr Dasein fristet, in der man nur mühsam die nötige Nahrung erhält. Dabei ist er häßlich und unansehnlich, oder er ist verwachsen, kränklich, blind, verkrüppelt, hinkend oder lahm. Speise, Trank, Kleidung, Gefährt, Blumen, Wohlgerüche, Salben, Bett, Wohnung und Beleuchtung werden ihm nicht zuteil. Und er führt einen schlechten Wandel in Werken, Worten und Gedanken. Da er aber einen schlechten Wandel führt in Werken, Worten und Gedanken, gelangt er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in niedere Welt, auf eine Leidensfährte, in die Daseinsabgründe, zur Hölle. So, ihr Mönche, eilt ein Mensch von Finsternis zu Finsternis.
2. Wie aber eilt ein Mensch von der Finsternis zum Licht?
Da wird einer in einer niedrigen Menschenklasse wiedergeboren: unter den Ausgestoßenen oder in der Korbflechterkaste, der Jägerkaste, der Wagnerkaste oder der Fegerkaste; in einer Familie, die arm ist, der es an Speise und Trank mangelt, die kümmerlich ihr Dasein fristet, in der man nur mühsam die nötige Nahrung erhält. Dabei ist er häßlich und unansehnlich, oder verwachsen, kränklich, blind, verkrüppelt, hinkend oder lahm. Speise Trank, Kleidung, Gefährt, Blumen, Wohlgerüche, Salben, Bett, Wohnung und Beleuchtung werden ihm nicht zuteil. Doch er führt einen guten Wandel in Werken, Worten und Gedanken. Da er aber einen guten Wandel führt in Werken, Worten und Gedanken, gelangt er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf eine gute Daseinsfährte, in himmlische Welt. So, ihr Mönche, eilt ein Mensch von der Finsternis zum Licht.
3. Wie aber eilt ein Mensch vom Licht zur Finsternis?
Da wird ein Mensch in einer vornehmen Familie wiedergeboren in einer mächtigen Adelsfamilie oder einer mächtigen Brahmanenfamilie oder einer mächtigen Bürgerfamilie, einer reichen, hochbegüterten, hochvermögenden, die Überfluß hat an Gold und Silber, an Hab und Gut, an Geld und Korn. Dabei ist er von stattlicher Gestalt und Erscheinung, mit Anmut und außergewöhnlicher Schönheit begabt. Er erhält Speise, Trank, Kleidung, Gefährt, Blumen, Wohlgerüche, Salben, Bett und Beleuchtung. Doch er führt einen schlechten Wandel in Werken, Worten und Gedanken. Da er aber einen schlechten Wandel führt in Werken, Worten und Gedanken, gelangt er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in niedere Welt, auf eine Leidensfährte, in die Daseinsabgründe, zur Hölle. So, ihr Mönche, eilt ein Mensch vom Licht zur Finsternis.
4. Wie aber eilt ein Mensch von Licht zu Licht?
Da wird ein Mensch in einer vornehmen Familie wiedergeboren: in einer mächtigen Adelsfamilie oder einer mächtigen Brahmanenfamilie oder einer mächtigen Bürgerfamilie, einer reichen, hochbegüterten, hochvermögenden, die Überfluß hat an Gold und Silber, an Hab und Gut, an Geld und Korn. Dabei ist er von stattlicher Gestalt und Erscheinung, mit Anmut und außergewöhnlicher Schönheit begabt. Er erhält Speise und Trank, Kleidung, Gefährt, Blumen, Wohlgerüche, Salben, Bett und Beleuchtung. Und er führt einen guten Wandel in Werken, Worten und Gedanken. Da er aber einen guten Wandel führt in Werken, Worten und Gedanken, so gelangt er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf eine gute Daseinsfährte, in himmlische Welt. So, ihr Mönche, eilt ein Mensch von Licht zu Licht.
Diese vier Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen.