Saṃyutta Nikaya 54

Ein- und Ausatmungen

7. Kappino

In Sāvatthi. Der Erhabene sprach:

„Entfaltet, ihr Mönche, bedachtsame Ein- und Ausatmung!“

Zu jener Zeit nun saß der Ehrwürdige Mahā-kappino in der Nähe, mit verschränkten Beinen, den Körper gerade aufgerichtet, die Achtsamkeit um den Mund herum aufgestellt. Als der Erhabene ihn so sitzen sah, wandte er sich an die Mönche: „Habt ihr, ihr Mönche, beim Körper dieses Mönches Regung oder Zappeln gesehen?“

„Wo wir den Ehrwürdigen auch gesehen haben, inmitten des Ordens sitzend oder einsam und allein sitzend, da haben wir niemals Regung oder Zappeln des Körpers gesehen.“

„Weil dieser Mönch, ihr Mönche, eine solche Einigung entfaltet und ausgebildet hat, daß es bei ihm weder eine Regung oder ein Zappeln des Körpers noch des Herzens gibt, deshalb kann er die Einigung nach Wunsch erlangen, kann sie ohne Mühsal erlangen, kann sie ohne Schwierigkeit erlangen. Was aber ist das für eine Einigung, die er entfaltet und ausgebildet hat, so daß es weder Regung oder Zappeln des Körpers noch des Herzens gibt? Es ist die Einigung bedachtsamer Ein- und Ausatmung. Und wie wird sie dazu entfaltet und ausgebildet? Da begibt sich, ihr Mönche, der Mönch in den Wald und übt die sechzehnfache Atembetrachtung.“