Aṅguttara Nikāya

Das Einer-Buch

320–327. Gute und schlechte Heilslehre

Wer da, ihre Mönche, zu einer schlecht verkündeten Lehre und Zucht anspornt oder sich anspornen läßt und dann dementsprechend lebt, der schafft sich große Schuld. Und warum? Weil die Lehre schlecht verkündet ist.

Wer da aber, ihr Mönche, zu einer gut verkündeten Lehre und Zucht anspornt oder sich anspornen läßt und dann entsprechend lebt, der schafft sich großes Verdienst. Und warum? Weil die Lehre gut verkündet ist.

In einer schlecht verkündeten Lehre und Zucht hat der Geber (beim Geben) (nämlich beim Geben an Asketen oder Priester) das Maß zu kennen, nicht der Empfänger. Und warum? Weil die Lehre schlecht verkündet ist.

In einer gut verkündeten Lehre und Zucht hat der Empfänger das rechte Maß zu kennen, nicht der Spender. Und warum? Weil die Lehre gut verkündet ist.

Wer in einer schlecht verkündeten Lehre und Zucht seine Willenskraft anstrengt, lebt leidvoll. Und warum? Weil die Lehre schlecht verkündet ist.

Wer in einer gut verkündeten Lehre und Zucht träge ist, lebt leidvoll. Und warum? Weil die Lehre gut verkündet ist.

Wer in einer schlecht verkündeten Lehre und Zucht träge ist, lebt glücklich. Und warum? Weil die Lehre schlecht verkündet ist.

Wer in einer gut verkündeten Lehre und Zucht seine Willenskraft anstrengt, lebt glücklich. Und warum? Weil die Lehre gut verkündet ist.