Aṅguttara Nikāya
Das Zweier-Buch
48. Die dem weltlichen Vorteil und die der rechten Lehre huldigende Versammlung
Zwei Versammlungen gibt es, ihr Mönche. Welche zwei?
- Die Versammlung, die dem weltlichen Vorteil huldigt, nicht der echten Lehre, und
- die Versammlung, die der echten Lehre huldigt, nicht dem weltlichen Vorteil.
Welches aber, ihr Mönche, ist die Versammlung, die dem weltlichen Vorteil huldigt, nicht der echten Lehre? Da sprechen die Mönche in der Versammlung vor den weißgekleideten Hausleuten sich gegenseitig das Lob: ‚Jener Mönch ist ein Beiderseitserlöster, jener ein Wissenserlöster, jener ein Körperzeuge, jener ein Erkenntnisgereifter, jener ein Vertrauenserlöster, jener ein Wahrheitsergebener, jener ein Vertrauensergebener. Jener ist sittenrein, dem Guten ergeben; jener ist sittenlos, dem Schlechten ergeben.‘ Dadurch erlangen sie Gaben, und jene Gaben genießen sie bestrickt, betört, anhänglich, ohne das Ungemach dabei zu sehen, ohne den Ausweg zu kennen. Dies, ihr Mönche, ist die Versammlung, die dem weltlichen Vorteil huldigt, nicht der echten Lehre.
Welches aber, ihr Mönche, ist die Versammlung, die der echten Lehre huldigt, nicht dem weltlichen Vorteil? Da sprechen die Mönche in der Versammlung vor den weiß gekleideten Hausleuten sich gegenseitig nicht das Lob. Und wenn sie Gaben erlangen, so genießen sie dieselben unbestrickt, unbetört, nicht anhänglich, das Ungemach dabei sehend und den Ausweg kennend. Dies, ihr Mönche, ist die Versammlung, die der echten Lehre huldigt, nicht dem weltlichen Vorteil.
Diese beiden Versammlungen gibt es, ihr Mönche. Die beste aber ist die Versammlung, die der echten Lehre huldigt, nicht dem weltlichen Vorteil.