Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

62. Das Glück

Der Erhabene sprach zu Anāthapindika, dem Hausvater, also:

„Vier Arten des Glückes, o Hausvater, mag der im Genusse der Sinnenfreuden lebende Hausvater gelegentlich, von Zeit zu Zeit, erlangen. Welche vier?

  • Das Glück des Besitzens,
  • das Glück des Genusses,
  • das Glück der Schuldenfreiheit,
  • das Glück der Unbescholtenheit.

Was aber, o Hausvater, ist das Glück des Besitzens? Da besitzt ein Sohn aus guter Familie Schätze, die er sich durch Aufbietung seiner Kraft erworben hat, durch seiner Hände Fleiß, im Schweiße seines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise. Und er empfindet Glück und Freude im Gedanken: ‚Schätze besitze ich, die ich mir durch Aufbietung meiner Kraft erworben habe, durch meiner Hände Fleiß, im Schweiße meines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise.‘ Das nennt man das Glück des Besitzens.

Was aber ist das Glück des Genusses? Da genießt ein Sohn aus guter Familie die Schätze, die er sich durch Aufbietung seiner Kraft erworben hat, durch seiner Hände Fleiß, im Schweiße seines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise, und er tut gute Werke. Da empfindet er im Gedanken daran Glück und Freude. Das nennt man das Glück des Genusses.

Was aber ist das Glück der Schuldenfreiheit? Da schuldet ein Sohn aus guter Familie niemandem irgendetwas, weder viel, noch wenig. Und im Gedanken: ‚Niemandem schulde ich etwas, weder viel, noch wenig‘, empfindet er Glück und Freude. Das nennt man das Glück der Schuldenfreiheit.

Was aber ist das Glück der Unbescholtenheit? Da hat ein edler Jüngling untadelige Taten getan in Werken, Worten und Gedanken. Und im Gedanken daran empfindet er Glück und Freude. Das nennt man das Glück der Unbescholtenheit.

Diese vier Arten des Glückes, o Hausvater, mag der im Genusse der Sinnenfreuden lebende Hausvater gelegentlich, von Zeit zu Zeit, erlangen.“

„Wer da der Schuldenfreiheit Glück
und des Besitzens Glück bedenkt,
auch des Genusses Freuden kennt,
und dann dies alles weise prüft,

Des Glückes beide Arten sieht er klar
und weiß, daß jenes Glück der Welt
kein Sechzehntel des Wertes hat
vom Glück der Unbescholtenheit.“