Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

21. Stufenweise bedingter Fortschritt I

Wahrlich, ihr Mönche,

  • daß da ein Mönch, der ohne Achtung und Ehrfurcht ist und nicht in Eintracht lebt mit seinen Ordensbrüdern, die Regeln des vorbildlichen Betragens erfüllen wird, das ist nicht möglich.
  • Und daß er, ohne die Regeln des vorbildlichen Betragens zu erfüllen, die Regeln der Zucht erfüllen wird, auch das ist nicht möglich.
  • Und daß er, ohne die Regeln der Zucht zu erfüllen, die Regeln der Sittlichkeit erfüllen wird, auch das ist nicht möglich.
  • Und daß er, ohne die Regeln der Sittlichkeit zu erfüllen, rechte Erkenntnis erwerben wird, auch das ist nicht möglich.
  • Und daß er, ohne rechte Erkenntnis zu erwerben, rechte Sammlung erwerben wird, auch das ist nicht möglich.

Daß aber, ihr Mönche,

  • ein Mönch, der voller Achtung und Ehrfurcht ist und in Eintracht mit seinen Ordensbrüdern lebt, die Regeln des vorbildlichen Betragens erfüllen wird, das ist wohl möglich.
  • Und daß er, wenn er die Regeln des vorbildlichen Betragens erfüllt, die Regeln der Zucht erfüllen wird, das ist wohl möglich.
  • Und daß er, wenn er die Regeln der Zucht erfüllt, die Regeln der Sittlichkeit erfüllen wird, das ist wohl möglich.
  • Und daß er, wenn er die Regeln der Sittlichkeit erfüllt, rechte Erkenntnis erwerben wird, das ist wohl möglich.
  • Und daß er, wenn er rechte Erkenntnis erwirbt, rechte Sammlung erwerben wird, das ist wohl möglich.

Dies bezieht sich auf die Pflichten des Mönchs gegen seinen Berater (upajjhāya), Lehrer und gegen Ordensältere.