Saṃyutta Nikaya 23

Rādha

3. Lebensdrang

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

Da begab sich der Ehrwürdige Rādha zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend sprach der Ehrwürdige Rādha zum Erhabenen also:

„Vom Lebensdrang spricht man, o Herr, und von der Aufhebung des Lebensdranges. Was nun, o Herr, ist der Lebensdrang, und was ist seine Aufhebung?“

„Was da, o Rādha, bei der Körperlichkeit—beim Gefühl—bei der Wahrnehmung—bei den Gestaltungen—beim Bewußtsein Wille, Gier, Lust und Begehren ist, Sich-Anschließen und Anhangen, das Sich-Festlegen, Eingewöhnen und Hinneigen des Geistes—das nennt man Lebensdrang. Die Aufhebung davon, das ist die Aufhebung des Lebensdranges.“