Saṃyutta Nikaya 8

Vom Thera Vangīsa

6. Sāriputta

Einstmals weilte der ehrwürdige Sāriputta in Sāvatthī, im Jetahaine, im Parke des Anāthapindika.

Zu jener Zeit aber erbaute, belehrte, ermunterte und erfreute der ehrwürdige Sāriputta die Bhikkhus durch eine Lehrpredigt, die fein war, flüssig, schön vorgetragen, den Gegenstand klar darlegend. Und die Bhikkhus, sie begreifend, erwägend und mit ganzem Herzen aufnehmend, hörten mit achtsamen Ohren die Lehre.

Da nun kam dem ehrwürdigen Vangīsa folgender Gedanke: „Dieser ehrwürdige Sāriputta erbaut, belehrt, ermuntert und erfreut die Bhikkhus durch eine Lehrpredigt, die fein ist, flüssig, schön vorgetragen, den Gegenstand klar darlegend. Und die Bhikkhus, sie begreifend, erwägend und mit ganzem Herzen aufnehmend, hören mit achtsamen Ohren die Lehre. Wie wäre es, wenn ich nun den ehrwürdigen Sāriputta in seiner Gegenwart mit angemessenen Strophen priese?“

Da nun erhob sich der ehrwürdige Vangīsa von seinem Sitz, schlug seinen Mantel über die eine Schulter, und indem er in der Richtung, wo sich der ehrwürdige Sāriputta befand, die zusammengelegten Hände vorstreckte, sprach er zu dem ehrwürdigen Sāriputta also „Es leuchtet mir etwas auf, lieber Sāriputta! Es leuchtet mir etwas auf, lieber Sāriputta!“

„Es soll dir aufleuchten, lieber Varigisa!“

Da nun pries der ehrwürdige Vangīsa den ehrwürdigen Sāriputta in seiner Gegenwart mit den angemessenen Strophen.

„Von tiefer Erkenntnis, weise, des rechten und des falschen Pfades kundig,
Predigt, reich an Erkenntnis, Sāriputta den Bhikkhus die Lehre.
Er predigt in Kürze und er spricht ausführlich;
Wie des Mainavogels Stimme, so entströmt ihm die Rede.
Wenn sie des predigenden süßen Gesang vernehmen,
Dann lauschen, durch den anmutigen, hörenswerten, schönen Klang
Erhobenen Herzens, erfreut mit achtsamem Ohr die Bhikkhus.“