Aṅguttara Nikāya
Das Zehner-Buch
36. Ordenseinigkeit I
„Von Ordenseinigkeit redet man, o Herr. Inwiefern aber, o Herr, gilt der Orden als einig?“
—„Da, Upāli,
- erklären die Mönche eine falsche Lehre für falsch und die rechte Lehre für recht;
- falsche Ordenszucht für falsch und rechte Ordenszucht für recht;
- erklären das vom Vollendeten nicht Gesprochene und nicht Gelehrte als von ihm nicht gesprochen und nicht gelehrt und das von ihm Gesprochene und Gelehrte für von ihm gesprochen und gelehrt;
- das von ihm nicht Getane und Angeordnete als nicht getan und angeordnet und das von ihm Getane und Angeordnete als von ihm getan und angeordnet.
Durch diese zehn Dinge aber lenken sie nicht ab, leiten nicht irre, verrichten nicht getrennt die Ordenshandlungen, tragen nicht getrennt die Ordenssatzung vor. Insofern, Upāli, gilt der Orden als einig.“