Aṅguttara Nikāya

Das Dreier-Buch

26. Der Verkehr

Drei Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen. Welche drei?

  • Es gibt einen Menschen, mit dem man nicht umgehen, verkehren und Gesellschaft pflegen soll.
  • Es gibt einen Menschen, mit dem man umgehen, verkehren und Gesellschaft pflegen soll.
  • Es gibt einen Menschen, mit dem man voll Ehrfurcht und Achtung umgehen, verkehren und Gesellschaft pflegen soll.

Mit welchem Menschen aber soll man nicht umgehen, nicht verkehren und Gesellschaft pflegen?

Da steht ein Mensch tiefer an Sittlichkeit, Geistessammlung und Weisheit. Mit einem solchen Menschen soll man nicht umgehen, nicht verkehren und Gesellschaft pflegen, es sei denn aus Mitleid und Anteilnahme.

Mit welchem Menschen aber soll man umgehen, verkehren und Gesellschaft pflegen?

Da steht ein Mensch ebenso hoch an Sittlichkeit, Geistessammlung und Weisheit. Mit einem solchen Menschen soll man umgehen, verkehren und Gesellschaft pflegen. Und warum? Weil man weiß: ‚Die wir gleich hoch in Sittlichkeit stehen, werden über die Sittlichkeit ein Gespräch führen, und das wird uns zur Förderung dienen, wird uns zum Wohlsein gereichen. Die wir gleich hoch in der Geistessammlung stehen, werden über die Geistessammlung ein Gespräch führen, und das wird uns zur Förderung dienen, wird uns zum Wohlsein gereichen. Die wir gleich hoch in Weisheit stehen, werden über die Weisheit ein Gespräch führen, und das wird uns zur Förderung dienen, wird uns zum Wohlsein gereichen.‘ Darum soll man mit einem solchen Menschen umgehen, verkehren und Gesellschaft pflegen.

Mit welchem Menschen aber soll man voll Ehrfurcht und Achtung umgehen, verkehren und seine Gesellschaft pflegen?

Da steht ein Mensch höher in Sittlichkeit, Geistessamm1ung und Weisheit. Mit einem solchen Menschen soll man voll Ehrfurcht und Achtung umgehen, verkehren und seine Gesellschaft pflegen. Und warum? Weil man weiß: ‚Soweit ich das Gebiet der Sittlichkeit, der Geistessammlung und Weisheit noch nicht völlig gemeistert habe, werde ich es dadurch völlig meistern; soweit ich es aber völlig gemeistert habe, werde ich es hier und da durch Weisheit sichern.‘ Darum soll man mit einem solchen Menschen voll Ehrfurcht und Achtung umgehen, verkehren und seine Gesellschaft pflegen.

„Wer mit Verderbten umgeht, der verdirbt.
Wer unter Gleichen lebt, der bleibt sich gleich.
Wer einem Besseren dient, der kommt voran.
Drum folge dem, den du als Besseren erkennst!“