Aṅguttara Nikāya
Das Vierer-Buch
103. Das Gleichnis von den Krügen
Vier Arten von Krügen gibt es, ihr Mönche. Welche vier?
- Den leeren und verschlossenen Krug,
- den vollen und unverschlossenen Krug,
- den leeren und unverschlossenen Krug,
- den vollen und verschlossenen Krug.
Ebenso auch, ihr Mönche, sind in der Welt vier den Krügen ähnliche Menschen anzutreffen. Welche vier?
- Der leere und verschlossene Mensch,
- der volle und unverschlossene Mensch,
- der leere und unverschlossene Mensch,
- der volle und verschlossene Mensch.
Wie nun, ihr Mönche, ist ein Mensch leer und verschlossen? Da ist ein Mensch anmutig beim Kommen und Gehen, beim Hinblicken und Wegblicken, beim Beugen und Strecken, beim Tragen von Gewand und Almosenschale. Doch er versteht nicht der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist das Leiden‘; er versteht nicht der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist die Entstehung des Leidens‘; er versteht nicht der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist die Erlöschung des Leidens‘; er versteht nicht der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist der zur Erlöschung des Leidens führende Pfad‘. So ist ein Mensch (einsichts)leer und verschlossen (pihito: im Sinne von ‚gezügelt im Benehmen‘). Und als ähnlich jenem Krug, der leer ist und verschlossen, bezeichne ich diesen Menschen.
Wie nun ist ein Mensch voll und unverschlossen? Da hat ein Mensch keine Anmut beim Kommen und Gehen, beim Hinblicken und Wegblicken, beim Beugen und Strecken, beim Tragen von Gewand und Almosenschale. Doch er versteht der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist das Leiden‘—‚Dies ist die Entstehung des Leidens‘—‚Dies ist die Erlöschung des Leidens‘—‚Dies ist der zur Erlöschung des Leidens führende Pfad‘. So ist ein Mensch (einsichts)voll und unverschlossen (vivato, ‚offen‘, im Sinne von ‚ungezügelt im Benehmen‘). Und als ähnlich jenem Krug, der voll ist und unverschlossen, bezeichne ich diesen Menschen.
Wie nun ist ein Mensch leer und unverschlossen? Da hat ein Mensch keine Anmut beim Kommen und Gehen... Und er versteht auch nicht der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist das Leiden‘... So ist ein Mensch (einsichts)leer und unverschlossen. Und als ähnlich jenem Kruge, der leer ist und unverschlossen, bezeichne ich diesen Menschen.
Wie nun ist ein Mensch voll und verschlossen? Da ist ein Mensch anmutig beim Kommen und Gehen, beim Hinblicken und Wegblicken, beim Beugen und Strecken, beim Tragen des Gewandes und der Almosenschale. Und er versteht auch der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist das Leiden‘; er versteht der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist die Entstehung des Leidens‘; er versteht der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist die Erlöschung des Leidens‘; er versteht der Wirklichkeit gemäß: ‚Dies ist der zur Erlöschung des Leidens führende Pfad‘. So ist ein Mensch (einsichts)voll und verschlossen. Und als ähnlich jenem Kruge, der voll ist und verschlossen, bezeichne ich diesen Menschen.
Diese vier den Krügen ähnliche Menschen sind in der Welt anzutreffen.