Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

121. Der für die Erlösung reife Kranke

Einst weilte der Erhabene im Großen Walde bei Sāvatthī, in der Halle des Giebelhauses. Am Abend nun, nachdem sich der Erhabene aus seiner Abgeschiedenheit erhoben hatte, begab er sich zur Krankenhalle. Dort erblickte er einen kranken, schwachen Mönch. Ihn erblickend, setzte er sich auf vorbereitetem Sitze nieder und sprach zu den Mönchen also:

„Ein kranker schwacher Mönch, ihr Mönche, dem fünf Dinge nicht schwinden, darf erwarten, daß er in gar nicht langer Zeit, durch Versiegung der Triebe, noch bei Lebzeiten die triebfreie Gemütserlösung und Weisheitserlösung erringen wird, sie selber erkennend und verwirklichend. Welches sind diese fünf Dinge?

Da, ihr Mönche,

  • verweilt der Mönch in Betrachtung der Unreinheit des Körpers,
  • ist eingedenk des Ekelhaften bei der Nahrung,
  • eingedenk der Reizlosigkeit des ganzen Daseins,
  • er sieht die Vergänglichkeit aller Gebilde,
  • und die Vorstellung des Todes hat sich in seinem Inneren wohl gefestigt.

Ein kranker, schwacher Mönch, ihr Mönche, dem diese fünf Dinge nicht schwinden, darf erwarten, daß er in gar nicht langer Zeit, durch Versiegung der Triebe, noch bei Lebzeiten die triebfreie Gemütserlösung und Weisheitserlösung erringen wird, sie selber erkennend und verwirklichend.“