Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

80. Gefahren für den Mönch II

Fünf drohende Gefahren, ihr Mönche, gegenwärtig noch nicht entstanden, werden dereinst entstehen. Diese Gefahren sollt ihr erkennen und, habt ihr sie erkannt, nach ihrer Überwindung streben. Welches sind diese fünf Gefahren?

Einst, ihr Mönche, in späteren Zeiten wird es Mönche geben, die nach guten Gewändern begehren; und indem sie nach guten Gewändern begehren, meiden sie die Fetzenkleidung, meiden sie die waldeinsamen, abgeschiedenen Behausungen und begeben sich nach dem Dorfe oder der Stadt oder der königlichen Residenz. Dort nehmen sie ihren Aufenthalt, und um des Gewandes willen benehmen sie sich in vielerlei Weise aufdringlich und ungehörig. Das, ihr Mönche, ist die erste drohende Gefahr.

Ferner, ihr Mönche, wird es in späteren Zeiten Mönche geben, die nach guter Almosenspeise begehren; und indem sie nach guter Almosenspeise begehren, meiden sie den Almosengang, meiden sie die waldeinsamen, abgeschiedenen Behausungen und begeben sich nach dem Dorfe oder der Stadt oder der königlichen Residenz. Dort nehmen sie ihren Aufenthalt, und um der Almosenspeise willen benehmen sie sich in vielerlei Weise aufdringlich und ungehörig. Das, ihr Mönche, ist die zweite drohende Gefahr.

Ferner, ihr Mönche, wird es in späteren Zeiten Mönche geben, die nach guten Wohnstätten begehren; und indem sie nach guten Wohnstätten begehren, meiden sie das Wohnen am Fuß eines Baumes, meiden sie waldeinsame, abgeschiedene Behausungen und begeben sich nach dem Dorfe oder der Stadt oder der königlichen Residenz. Dort nehmen sie ihren Aufenthalt, und um der Wohnstätte willen benehmen sie sich in vielerlei Weise aufdringlich und ungehörig. Das, ihr Mönche, ist die dritte drohende Gefahr.

Ferner, ihr Mönche, wird es in späteren Zeiten Mönche geben, die in Gesellschaft von Nonnen, Klosterschülerinnen (sikkhamānā) und Mönchszöglingen leben. Wenn sie aber in Gesellschaft von Nonnen, Klosterschülerinnen und Mönchszöglingen leben, steht zu erwarten, daß sie entweder den heiligen Wandel ohne Begeisterung führen oder sich eines befleckenden Vergehens schuldig machen oder die Askese aufgeben und zum niederen Weltleben zurückkehren werden. Das, ihr Mönche, ist die vierte drohende Gefahr.

Ferner, ihr Mönche, wird es in späteren Zeiten Mönche geben, die in Gesellschaft von Klosterdienern und Mönchszöglingen leben. Wenn sie aber in Gesellschaft von Klosterdienern und Mönchszöglingen leben, steht zu erwarten, daß sie sich mit vielerlei aufgespeichertem Besitz zu schaffen machen und grobe Arbeiten an Grund und Boden vornehmen lassen. Das, ihr Mönche, ist die fünfte drohende Gefahr.

Dieses, ihr Mönche, sind die fünf drohenden Gefahren, gegenwärtig noch nicht entstanden, die dereinst entstehen werden. Diese Gefahren sollt ihr erkennen und, habt ihr sie erkannt, nach ihrer Überwindung streben.