Aṅguttara Nikāya

Das Sechser-Buch

21. Sechs nachteilige Dinge

Am Lotusweiher bei Sāmadorf, im Lande der Sakyer.

Der Erhabene wandte sich an die Mönche und sprach:

„Diese Nacht, ihr Mönche, zu vorgerückter Stunde, da kam ein himmlischer Geist zu mir heran, in seiner Schönheit erstrahlend, den ganzen Lotusweiher erleuchtend. Zu mir herangekommen, begrüßte er mich ehrerbietig und stellte sich zur Seite hin. Seitwärts stehend sprach der himmlische Geist also zu mir:

‚Drei Dinge, o Herr, gereichen dem Mönche zum Schaden. Welche drei?

  • Gefallen an körperlicher Beschäftigung,
  • Gefallen am Plaudern und
  • Gefallen am Schlafen.

Diese drei Dinge, o Herr, gereichen dem Mönche zum Schaden.‘ So sprach jener himmlische Geist. Nach diesen Worten begrüßte er mich ehrfurchtsvoll und, mir die Rechte zukehrend, verschwand er auf der Stelle. Schade ist es um euch, ihr Mönche, schlecht trifft es sich, daß selbst die himmlischen Geister von euch wissen, daß ihr vom Guten abgefallen seid. Noch drei weitere schädliche Dinge aber will ich euch weisen. Darum höret und beachtet wohl meine Worte.“

„Ja, o Herr!“ erwiderten jene Mönche dem Erhabenen. Und der Erhabene sprach:

„Welches sind nun diese drei weiteren schädlichen Dinge?

  • Gefallen an Geselligkeit,
  • Unbelehrbarkeit und
  • schlechter Umgang.

Das, ihr Mönche, sind die drei schädlichen Dinge. Und bei allen denen, ihr Mönche, die in der Vergangenheit vom Guten abgefallen sind, die in der Gegenwart davon abfallen und in der Zukunft davon abfallen werden, bei allen diesen geschieht dies eben infolge jener sechs Dinge.“