Aṅguttara Nikāya

Das Sechser-Buch

23. Das Elend der Sinnenlüste

Als eine Gefahr, ihr Mönche, bezeichnet man die Sinnenlüste, als ein Leiden, eine Krankheit, ein Geschwür, eine Fessel, als einen Morast.

Warum aber, ihr Mönche, bezeichnet man die Sinnenlüste als eine Gefahr? In Sinnengier entbrannt, wird der in seiner Begehrlichkeit Verstrickte nicht frei von den Gefahren gegenwärtigen Daseins, wird er nicht frei von den Gefahren künftigen Daseins. Darum bezeichnet man die Sinnenlüste als eine Gefahr.

Warum aber bezeichnet man die Sinnenlüste als ein Leiden—als eine Krankheit—als ein Geschwür—als eine Fessel—als einen Morast? In Sinnengier entbrannt, wird der in seiner Begehrlichkeit Verstrickte nicht frei vom Morast gegenwärtigen Daseins, wird er nicht frei vom Morast künftigen Daseins. Darum bezeichnet man die Sinnenlüste als einen Morast.

Als Fährnis, Leiden, Siechtum, Schwären,
als Fessel und als einen Sumpf
bezeichnet man die Sinnenlüste,
woran die große Menge hängt.

Doch wer Gefahr erblickt im Haften,
dem Ursprung von Geburt und Tod,
der wird, Geburt und Tod vernichtend,
haftlos von jedem Wahn erlöst.

Die Gesicherten, die Seligen,
schon bei Lebzeit Wahnerloschenen,
allen Übeln und Gefahren,
allem Leid sind sie entgangen.