Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

8. Fürchten durch Anhangen II

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Das Fürchten durch Anhangen und die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens will ich euch zeigen, ihr Mönche. So höret denn und achtet wohl auf! Ich werde sprechen.“—„Ja, o Herr!“ antworteten jene Mönche dem Erhabenen.

Der Erhabene sprach also: „Was ist nun, ihr Mönche, das Fürchten durch Anhangen?

Es ist da, ihr Mönche, ein unerfahrener Weltmensch; der betrachtet die Körperlichkeit in solcher Weise: ‚Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst!‘—Ihm wandelt sich nun, verändert sich diese Körperlichkeit. Durch Wandel und Veränderung dieser Körperlichkeit entstehen ihm dann Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung.

Der betrachtet das Gefühl—die Wahrnehmung die Gestaltungen—das Bewusstsein in solcher Weise: ‚Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst!‘—Ihm wandelt sich nun, verändert sich dieses (Gefühl...) Bewusstsein. Durch Wandel und Veränderung dieses Bewusstseins entstehen ihm dann Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung.

Dies, ihr Mönche, ist das Fürchten durch Anhangen.

Was ist nun, ihr Mönche, die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens?

Es ist da, ihr Mönche, ein erfahrener, edler Jünger; nicht betrachtet der die Körperlichkeit in solcher Weise: ‚Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst!‘—Ihm wandelt sich nun, verändert sich diese Körperlichkeit. Nicht entstehen ihm aber durch Wandel und Veränderung dieser Körperlichkeit Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung.

Nicht betrachtet er das Gefühl—die Wahrnehmung—die Gestaltungen—das Bewusstsein in solcher Weise: ‚Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst!‘ Ihm wandelt sich nun, verändert sich das (Gefühl...) Bewusstsein. Nicht entstehen ihm aber durch Wandel und Veränderung des (Gefühls ..) Bewusstseins Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung.

Dies, ihr Mönche, ist die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens.“