Saṃyutta Nikaya 35
Salāyatana
62. Meistern II
„Zur Meisterung alles Ergreifens, ihr Mönche, zeige ich euch die Lehre. Das höret und achtet wohl auf meine Rede:
Wie nun führt die Lehre zur Meisterung alles Ergreifens? Was denkt ihr, ihr Mönche, sind die 6 Innen- und Außengebiete, die Arten des Bewußtseins, die 6 Berührungen, die 18 Gefühle beständig oder unbeständig?“
„Unbeständig, o Herr.“
„Was aber unbeständig ist, ist das Wehe oder Wohl?“
„Wehe, o Herr.“
„Was aber unbeständig, wehe ist, dem Gesetz der Veränderung unterliegt, kann man das etwa so betrachten: ‚Das gehört mir, das bin ich, das ist mein Selbst?“‘
„Gewiß nicht, o Herr.“
„So sehend, ihr Mönche, findet der erfahrene edle Jünger nichts daran. Nichts daran findend, wird er entreizt. Durch die Entreizung wird er erlöst ‚Im Erlösten ist die Erlösung erkennt er: ‚Versiegt ist die Geburt, vollendet der Brahma-Wandel, gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es über dieses hier‘ versteht er da.
Dies, ihr Mönche, ist die Lehre zur Meisterung alles Ergreifens.“