Saṃyutta Nikaya 48
Fähigkeiten
57. Brahmā
Das hab ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Uruvela am Ufer der Nerañjaro unter der Geißhüterfeige kurz nach der Erwachung. Als der Erhabene dort abgeschieden und zurückgezogen weilte, stieg ihm im Gemüte folgende Erwägung auf:
Fünf Fähigkeiten, entfaltet und ausgebildet, haben zum Todlosen geführt, sind ins Todlose übergegangen, hatten das Todlose zum Endziel. Welche fünf?
Die Fähigkeiten Vertrauen, Tatkraft, Achtsamkeit, Einigung, Weisheit, entfaltet und ausgebildet, haben zum Todlosen geführt, sind ins Todlose übergegangen, hatten das Todlose zum Endziel.
Da nun gewahrte Brahmā Sahampati in seinem Gemüte die Erwägungen im Gemüte des Erhabenen, und so, wie ein kräftiger Mann den eingezogenen Arm ausstrecken oder den ausgestreckten einziehen mag, so verschwand er aus der Brahma-Welt und erschien vor dem Erhabenen. Er entblößte eine Schulter, faltete die Hände zum Erhabenen und sprach also:
„So ist es, Erhabener, so ist es, Willkommener: die fünf Fähigkeiten, entfaltet und ausgebildet, haben zum Todlosen geführt, sind ins Todlose übergegangen, hatten das Todlose zum Endziel.
Einstmals, o Herr, habe ich bei Kassapo, dem Vollkommen Erwachten, den Brahma-Wandel geführt. Dort kannte man mich als den Mönch Sahako. Nachdem ich diese fünf Fähigkeiten entfaltet und ausgebildet hatte, nachdem ich bei den Sinnendingen den Wunscheswillen entreizt hatte, bin ich beim Zerfall des Körpers nach dem Tode auf guter Fährte in der Brahma-Welt erschienen. Dort kennt man mich als den Brahmā Sahampati. So ist es, Erhabener, so ist es, Willkommener: Ich habe es selber erkannt, Ich habe es selber gesehen, wie die fünf Fähigkeiten, entfaltet und ausgebildet, zum Todlosen geführt haben, ins Todlose übergegangen sind, das Todlose zum Endziel haben.“