Saṃyutta Nikaya 9

Vom Walde

3. Kassapagotta

Einstmals weilte der ehrwürdige Kassapagotta im Lande der Kosala, in einem Haine.

Zu jener Zeit nun ermahnte der ehrwürdige Kassapagotta, der sich an seinem Tagesaufenthaltsplatze befand, einen Cheta.

Da nun begab sich die in jenem Haine wohnende Devatā, die mit dem ehrwürdigen Kassapagotta Erbarmen hatte und sein Heil wünschte, in dem Wunsche den ehrwürdigen Kassapagotta anzuregen dorthin, wo sich der ehrwürdige Kassapagotta befand.

Nachdem sie sich dorthin begeben hatte, redete sie den ehrwürdigen Kassapagotta mit der Strophe an:

„Ein Bhikkhu, der einen in der Bergwildnis hausenden
unverständigen, herzlosen Cheta
Zur Unzeit ermahnt, kommt mir wirklich töricht vor.
Er hört, aber er versteht nicht; er schaut, aber er sieht nicht,
Und wenn die Lehre gepredigt wird, versteht der Tor den Sinn nicht.
Und wenn du zehn Lampen halten wirst, o Kassapa,
Wird er die Gegenstände nicht sehen; denn er besitzt nicht das Auge (dazu).“

Da nun kam der Bhikkhu, von der Devatā angeregt, wieder zur rechten Überlegung.