Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

135. Hoffnungsvoll I

Mit fünf Dingen ausgerüstet, ihr Mönche, hofft der älteste Sohn des hauptgesalbten Adelskönigs auf die Königsherrschaft. Welches sind diese fünf Dinge?

  • Da, ihr Mönche, ist der älteste Sohn des hauptgesalbten Adelskönigs beiderseits von reiner Abstammung, vom Vater wie von der Mutter her, rein empfangen bis zum siebenten Ahnengeschlecht hinauf, unversehrt und untadelig nach dem Kastengesetz.
  • Er ist von schöner Gestalt, von gefälligem Äußeren, voll Anmut und von edler Erscheinung.
  • Seinen Eltern wie der Stadt- und Landbevölkerung ist er lieb und teuer.
  • In den einem hauptgesalbten Adelskönig angemessenen Künsten, wie im Reiten auf Elefanten und Rossen, im Wagenlenken, in der Bogenkunst und im Schwertkampf, da ist er geschult und vollendet.
  • Und er denkt: ‚Ich bin ja beiderseits von reiner Abstammung, bin von schöner Gestalt, bin den Eltern lieb und teuer, bin der Stadt- und Landbevölkerung lieb und teuer, bin geschult und vollendet in den einem Adelskönig angemessenen Künsten. Warum sollte ich da nicht auf die Königsherrschaft hoffen?‘

Mit diesen fünf Dingen ausgerüstet, ihr Mönche, hofft der älteste Sohn des hauptgesalbten Adelskönigs auf die Königsherrschaft.

Ebenso auch, ihr Mönche, hofft der mit fünf Dingen ausgerüstete Mönch auf die Versiegung der Triebe. Welches sind diese fünf Dinge?

Da, ihr Mönche, ist der Mönch

  • voll Vertrauen,
  • ist gesund und frei von Siechtum,
  • ist offen und ehrlich,
  • besitzt Willenskraft und Weisheit.
  • Und er denkt: ‚Ich bin ja voll Vertrauen, bin gesund und frei von Siechtum, bin offen und ehrlich, besitze Willenskraft und Weisheit. Warum sollte ich da nicht auf die Versiegung der Triebe hoffen?‘

Mit diesen fünf Dingen ausgerüstet, ihr Mönche, hofft der Mönch auf die Versiegung der Triebe.