Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

141. Fünferlei Menschen I

Fünf Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen. Welche fünf?

  1. Der eine empfindet Verachtung, weil er der Geber ist;
  2. der eine empfindet Verachtung wegen des Zusammenlebens;
  3. der eine ist leichtgläubig,
  4. der eine wankelmütig,
  5. der eine dumm und töricht.

Inwiefern aber, ihr Mönche, empfindet einer Verachtung, weil er der Geber ist? Da gibt einer einem anderen Gewand, Almosenspeise, Lagerstatt und die nötigen Heilmittel und Arzneien. Und er denkt: ‚Ich bin der Geber, jener der Empfänger.‘ Und infolge seines Gebens verachtet er jenen. So empfindet einer Verachtung, weil er der Geber ist.

Inwiefern aber empfindet einer Verachtung wegen des Zusammenlebens? Da lebt einer mit einem anderen zwei oder drei Jahre zusammen, und infolge des Zusammenlebens verachtet er jenen. So empfindet einer Verachtung wegen des Zusammenlebens.

Inwiefern aber ist einer leichtgläubig? Da ist einer gar schnell bereit, Glauben zu schenken, sobald man einen anderen lobt oder tadelt. Insofern ist einer leichtgläubig.

Inwiefern aber ist einer wankelmütig? Da besitzt einer wenig Vertrauen, wenig Hingabe, wenig Liebe, wenig Glauben. Insofern ist einer wankelmütig.

Inwiefern aber ist einer dumm und töricht? Da kennt einer weder die heilsamen Dinge noch die unheilsamen, weder die tadelnswerten Dinge noch die untadeligen, weder die gemeinen Dinge noch die edlen, noch die Dinge mit Licht- und Schattenseiten. Insofern ist einer dumm und töricht.

Diese fünf Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen.