Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

142. Fünferlei Menschen II

Fünf Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen. Welche fünf?

Da, ihr Mönche, vergeht sich einer (gegen die Ordenssatzung) und macht sich Gewissensbisse ; und er kennt nicht der Wirklichkeit gemäß jene Gemütserlösung und Weisheitserlösung, wodurch ihm die aufgestiegenen üblen, unheilsamen Dinge restlos schwinden.

Da vergeht sich einer, aber macht sich (späterhin) keine Gewissensbisse mehr; doch er kennt nicht der Wirklichkeit gemäß jene Gemütserlösung und Weisheitserlösung, wodurch ihm die aufgestiegenen üblen, unheilsamen Dinge restlos schwinden.

Da vergeht sich einer nicht, doch er macht sich Gewissensbisse ; und er kennt nicht der Wirklichkeit gemäß jene Gemütserlösung und Weisheitserlösung, wodurch ihm die aufgestiegenen üblen, unheilsamen Dinge restlos schwinden.

Da vergeht sich einer nicht und macht sich auch keine Gewissensbisse; doch er kennt nicht der Wirklichkeit gemäß jene Gemütserlösung und Weisheitserlösung, wodurch ihm die aufgestiegenen üblen, unheilsamen Dinge restlos schwinden.

Da vergeht sich einer nicht und macht sich keine Gewissensbisse; und er erkennt der Wirklichkeit gemäß jene Gemütserlösung und Weisheitserlösung, wodurch ihm die aufgestiegenen üblen, unheilsamen Dinge restlos schwinden.

Hier nun ist der erste Mensch also zu belehren: ‚Es bestehen da im Verehrten die durch sein Vergehen entstandenen Triebe, und die durch Gewissensbisse entstandenen Triebe wachsen an. Gut wäre es, wollte der Verehrte die durch sein Vergehen entstandenen Triebe überwinden, die durch Gewissensbisse entstandenen Triebe vertreiben und alsdann seinen Geist und seine Weisheit entfalten. Dann würde der Verehrte jenem fünften Menschen ganz gleich werden.‘

Der zweite Mensch, ihr Mönche, ist also zu belehren: ‚Es bestehen da im Verehrten die durch sein Vergehen entstandenen Triebe, doch keine durch Gewissensbisse entstandene Triebe wachsen an. Gut wäre es, wollte der Verehrte die durch sein Vergehen entstandenen Triebe überwinden und dann seinen Geist und seine Weisheit entfalten. Dann würde der Verehrte jenem fünften Menschen ganz gleich werden.‘

Der dritte Mensch, ihr Mönche, ist also zu belehren: ‚Es bestehen da im Verehrten keine durch Vergehen entstandenen Triebe, doch die durch Gewissensbisse entstandenen Triebe wachsen an. Gut wäre es, wollte der Verehrte die durch Gewissensbisse entstandenen Triebe vertreiben und dann seinen Geist und seine Weisheit entfalten. Dann würde der Verehrte jenem fünften Menschen ganz gleich werden.‘

Der vierte Mensch, ihr Mönche, ist also zu belehren: ‚Es bestehen da im Verehrten weder durch Vergehen entstandene Triebe, noch durch Gewissensbisse entstandene Triebe. Gut wäre es, wollte der Verehrte seinen Geist und seine Weisheit entfalten. Dann würde der Verehrte jenem fünften Menschen ganz gleich werden.‘

So, ihr Mönche, erreichen dann diese vier Menschen, durch jenen fünften Menschen also ermahnt, also belehrt, allmählich die Vesiegung der Triebe.