Saṃyutta Nikaya 17
Gewinn und Ehre
10. Von einem Verse gefolgt
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr!“ erwiderten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:
„Schlimm (in ihren Folgen), o Mönche, sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.
Ich sehe da, ihr Mönche, einen gewissen Menschen, von Ehrerweisung überwältigt, umstrickten Herzens, wie er nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode in niedere Welt gerät, auf üble Daseins-Fährte, in Stätten der Qual, in die Hölle.
Ich sehe da ferner, ihr Mönche, einen Menschen, durch Mißachtung überwältigt, umstrickten Herzens, wie er nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode in niedere Welt gerät, auf üble Daseins-Fährte, in Stätten der Qual, in die Hölle.
Ich sehe da ferner, ihr Mönche, einen Menschen, durch beides, durch Ehrerweisung und Mißachtung überwältigt, umstrickten Herzens, wie er nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tode in niedere Welt gerät, auf üble Daseins-Fährte, in Stätten der Qual, in die Hölle.
So schlimm (in ihren Folgen) sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.
Daher, o Mönche, sollt ihr also üben: ‚Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns entstanden, wollen wir aufgeben, und nicht sollen Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns entstanden, unser Herz umstrickend (und darin haften) bleiben!‘
So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der Meister noch dieses:
„Ob Ehre wird zuteil, ob Ehre bleibt versagt, ob beides widerfährt,
wem, ernstverweilend, Sammlung nicht ins Wanken kommt,
ihn, der beharrlich Schauung übt, feinste Erkenntnis klar durchschaut,
der Freude fühlt, wenn Haften endet—ihn nenn ich einen Edlen Mann.“