Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

97. Eine Nagelspitze Erde

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Da begab sich ein Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also:

„Gibt es wohl, o Herr, irgendeine Körperlichkeit, die unvergänglich ist, beständig, ewig, unveränderlich, die ewig dauernd in gleicher Weise bestehen wird?

Gibt es wohl irgendein Gefühl, irgendeine Wahrnehmung, irgendwelche Gestaltungen, irgendein Bewußtsein, die unvergänglich sind, beständig, ewig, unveränderlich, die ewig dauernd in gleicher Weise bestehen werden?“

„Nicht gibt es, o Mönch, irgendeine Körperlichkeit, die unvergänglich ist, beständig, ewig, unveränderlich, die ewig dauernd in gleicher Weise bestehen wird.

Nicht gibt es irgendein Gefühl, irgendeine Wahrnehmung, irgendwelche Gestaltungen, irgendein Bewußtsein, die unvergänglich sind, beständig, ewig, unveränderlich, die ewig dauernd in gleicher Weise bestehen werden.“

Und der Erhabene nahm mit der Nagelspitze ein wenig Erde auf und sprach zu jenem Mönch:

„Auch nicht so viel an Körperlichkeit gibt es, o Mönch, das unvergänglich ist, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise bestehen wird. Wenn es auch nur so viel an Körperlichkeit gäbe, das unvergänglich wäre, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise bestehen würde, nicht wäre es dann ersichtlich, wie dieser Heilige Wandel gelebt werden könnte zur völligen Versiegung des Leidens. Weil es aber auch nicht einmal so viel an Körperlichkeit gibt, das unvergänglich ist, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise bestehen wird, deshalb ist es ersichtlich, daß dieser Heilige Wandel gelebt werden kann zur völligen Versiegung des Leidens.

Auch nicht so viel an Gefühl—Wahrnehmung—Gestaltungen—Bewußtsein gibt es, das unvergänglich ist, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise bestehen wird. Wenn es auch nur so viel gäbe an Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen, Bewußtsein, das unvergänglich wäre, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise bestehen würde, nicht wäre es dann ersichtlich, wie dieser Heilige Wandel gelebt werden könnte zur völligen Versiegung des Leidens. Weil es aber auch nicht einmal so viel gibt an Gefühl—Wahrnehmung—Gestaltungen—Bewußtsein, das unvergänglich ist, beständig, ewig, unveränderlich, das ewig dauernd in gleicher Weise bestehen wird, deshalb ist es ersichtlich, daß dieser Heilige Wandel gelebt werden kann zur völligen Versiegung des Leidens.

Was meinst du, o Mönch: Ist die Körperlichkeit unvergänglich oder vergänglich?. .. “ (= 59)