Saṃyutta Nikaya 35
Salāyatana
154. Sinnesfähigkeiten
Ein gewisser Mönch begab sich zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach nun dieser Mönch also zum Erhabenen:
Bei den Sinnen bewährt, bei den Sinnen bewährt.‘ sagt man. Wie aber, o Herr, ist man bei den Sinnen bewährt?“
Wenn man, o Mönch, beim Seh-Sinn, beim Hör-Sinn, beim Riech-Sinn, beim Schmeck-Sinn, beim Tast-Sinn, beim Denk-Sinn, Aufgang und Untergang betrachtend, verweilt, dann findet man bei den Sinnen nichts daran. Nichts daran findend, wird man entreizt, entreizt wird man erlöst. ‚Im Erlösten ist die Erlösung‘ erkennt man: ‚Versiegt ist die Geburt, vollendet der Brahma-Wandel, gewirkt das Werk.‘ ‚Nichts Höheres gibt es über dieses hier‘ versteht man do. So, o Mönch, ist man bei den Sinnen bewährt.“