Saṃyutta Nikaya 35

Salāyatana

155. Ein Sprecher

Ein gewisser Mönch begab sich zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach nun dieser Mönch also zum Erhabenen:

„‚Ein Sprecher der Lehre, ein Sprecher der Lehre.‘ sagt man, o Herr. Wie aber, o Herr, ist man ein Sprecher der Lehre?“

„Legt ein Mönch, o Mönch, die Lehre dar, um am Auge, am Ohr, an der Nase, an der Zunge, am Körper, am Geist nichts zu finden, um sie zu entreizen und aufzulösen, dann geziemt es sich, ihn einen Sprecher der Lehre zu nennen.

Ist ein Mönch, o Mönch, fortgeschritten darin, am Auge, am Ohr, an der Nase, an der Zunge, am Körper, am Geist nichts zu finden, sie zu entreizen und aufzulösen, dann geziemt es sich, ihn einen Mönch zu nennen, der der Lehre lehrgemäß vorgegangen ist.

Ist ein Mönch, o Mönch, der am Auge, am Ohr, an der Nase, an der Zunge, am Körper, am Geist nichts findet, dabei entreizt ist, sie aufgelöst hat, ohne Ergreifen erlöst, dann geziemt es sich, ihn einen Mönch zu nennen, der schon bei Lebzeiten das Nirvāna erreicht hat.“