Saṃyutta Nikaya 17

Gewinn und Ehre

36. Devadatta in Prinzen-Gunst

Einst weilte der Erhabene bei Rājagaha, im Bambus-Hain, am Fütterungsplatz der Eichhörnchen.

Damals nun pflegte der Prinz Ajātasattu am Abend und am Morgen mit fünfhundert Wagen zu Devadatta zu fahren, um ihm seine Aufwartung zu machen. Fünfhundert Gefäße mit gekochter Speise wurden als Spende für das Mahl dargebracht.

Da begab sich eine Anzahl Mönche zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

Seitwärts sitzend sprachen jene Mönche zum Erhabenen also: „Es fährt da, o Herr, der Prinz Ajātasattu ...“ (= 2)

„Beneidet nicht, o Mönche, den Devadatta um Gewinn, Ehre und Ruhm! Wie lange auch, ihr Mönche, der Prinz Ajātasattu am Abend und am Morgen mit fünfhundert Wagen zu Devadatta fahren mag, um ihm seine Aufwartung zu machen, und (wie lange) ihm auch die fünfhundert Gefäße mit gekochter Speise als Spende für das Mahl dargebracht werden mögen—nur ein Schwinden der guten Eigenschaften Devadattas ist zu erwarten, kein Wachstum.

Wenn man die Schnauze eines wilden Hundes mit Galle bespritzte, so würde dieser Hund nur noch wilder werden. Ebenso auch, ihr Mönche, wie lange auch der Prinz Ajātasattu ... (= 5) ... kein Wachstum.

So schlimm (in ihren Folgen) sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.

Daher, o Mönche, sollt ihr also üben: ‚Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns entstanden, wollen wir aufgeben, und nicht sollen Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns entstanden, unser Herz umstrickend (und darin haften) bleiben!‘

So, wahrlich, o Mönche, sollt ihr üben!“