Saṃyutta Nikaya 21

Bhikkhu

6. Bhaddiya, der Zwerg

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

Es begab sich da der Ehrwürdige Bhaddiya, der Zwerg, zum Erhabenen.

Der Erhabene nun sah den Ehrwürdigen Bhaddiya, den Zwerg, von weitem herankommen. Als er ihn gesehen, wandte er sich an die Mönche:

„Seht ihr da, ihr Mönche, jenen Mönch herankommen: hässlich ist er, unschön anzusehen, von verkümmertem Wuchs, von den Mönchen verachtet ?“—„Ja, o Herr.“

„Dieser Mönch, o Mönche, besitzt große magische Macht, große übernatürliche Gewalt. Nicht leicht kann man einen Erreichungszustand finden, der nicht schon vorher von diesem Mönch gewonnen wäre. Und auch jenes höchste Ziel des Heiligen Wandels, um dessentwillen Söhne aus edler Familie ganz aus dem Hause in die Hauslosigkeit ziehen, das hat er schon bei Lebzeiten erkannt und verwirklicht und verweilt in seinem Besitze.“

So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der Meister noch dieses:

„Der Schwan, der Reiher und der Pfau, der Elefant und das gefleckte Reh,
den Löwen fürchten alle sie, dess’ Körper ohnegleichen ist.
So unter Menschen, wer an Weisheit reich, ob jung an Jahren, der eben gilt als groß,
nicht so der Tor mit starkem Körperwuchs.“