Saṃyutta Nikaya 17

Gewinn und Ehre

2. Der Angelhaken

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr!“ erwiderten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Schlimm (in ihren Folgen), o Mönche, sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.

Gleichwie, ihr Mönche, ein Fischer den mit einem Köder versehenen Angelhaken in einen tiefen See wirft. Den würde dann irgendein Fisch, der den Köder erspäht, verschlingen. Dann wird, ihr Mönche, der Fisch, der den Angelhaken des Fischers verschlungen hat, in Unglück, in Elend geraten, wird dem Belieben des Fischers ausgeliefert sein.

Der Fischer, ihr Mönche,—das ist eine Bezeichnung für Māra, den Bösen. Der Angelhaken, ihr Mönche,—das ist eine Bezeichnung für Gewinn, Ehre und Ruhm.

Ein Mönch, o Mönche, der an Gewinn, Ehre und Ruhm, die ihm entstanden, Genuß findet und danach Gelüsten trägt, der, ihr Mönche, gilt als einer, der den Angelhaken Māras verschlungen hat; in Unglück, in Elend ist er geraten, ist dem Belieben des Bösen ausgeliefert.

So schlimm (in ihren Folgen) sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.

Daher, o Mönche, sollt ihr also üben: ‚Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns entstanden, wollen wir aufgeben, und nicht sollen Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns entstanden, unser Herz umstrickend (und darin haften) bleiben!‘

So, wahrlich, o Mönche, sollt ihr üben!“