Saṃyutta Nikaya 17
Gewinn und Ehre
3. Die Schildkröte
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr!“ erwiderten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:
„Vor langer Zeit, ihr Mönche, befand sich in einem See eine große Schildkrötenfamilie, die seit langem dort lebte.
Es sprach da, ihr Mönche, eine Schildkröte zu einer anderen: ‚Nicht mögest du, liebe Schildkröte, in jene Gegend dort gehen!‘
Jene Schildkröte aber ging doch in jene Gegend, und ein Jäger traf sie mit einem Wurfspieß.
Da begab sich, ihr Mönche, diese Schildkröte wieder zur anderen Schildkröte.
Und jene Schildkröte sah sie von weitem herankommen, und als sie sie erblickt hatte, sprach sie zu ihr: ‚Du bist doch nicht etwa, Liebe, in jene Gegend gegangen?‘—‚Gegangen bin ich, Liebe, in jene Gegend.‘
‚Bist du aber, Liebe, unverwundet, unverletzt?‘—‚Unverwundet bin ich, Liebe, unverletzt. Doch dieser Strick da folgt stets hinter mir nach.‘
‚Gewiß bist du, Liebe, verwundet! Gewiß bist du verletzt! Durch diesen Jäger, Liebe, waren auch dein Vater und Großvater in Unglück, in Elend geraten. Du geh nun, Liebe! Denn jetzt gehörst du nicht mehr zu uns!‘
Der Jäger, ihr Mönche,—das ist eine Bezeichnung für Māra, den Bösen. Der Wurfspieß, ihr Mönche,—das ist eine Bezeichnung für Gewinn, Ehre und Ruhm. Der Strick (daran), ihr Mönche,—das ist eine Bezeichnung für die Genußgier.“