Saṃyutta Nikaya 17
Gewinn und Ehre
30. Der Heilige
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr!“ erwiderten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:
„Schlimm (in ihren Folgen), o Mönche, sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.
Der Mönch, ihr Mönche, der da ein Heiliger ist, ein Triebversiegter, auch ihm, künde ich, werden Gewinn, Ehre und Ruhm zum Hindernis gereichen.“
Nach diesen Worten sprach der Ehrwürdige Ananda zum Erhabenen also: „Was für ein Hindernis, o Herr, können wohl Gewinn, Ehre und Ruhm für einen triebversiegten Mönch sein?“
„Die unerschütterliche Gemüterlösung, die ihm eignet, für die—so künde ich, Ananda—werden Gewinn, Ehre und Ruhm nicht zum Hindernis.
Doch für jene in dieser Gegenwart erreichten glücklichen Zustände ( jhāna ) eines Unermüdlichen, Eifrigen, Entschlossenen, hierfür—so künde ich, Ananda—sind Gewinn, Ehre und Ruhm ein Hindernis.
So schlimm (in ihren Folgen) sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.
Daher, o Mönche, sollt ihr also üben: ‚Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns entstanden, wollen wir aufgeben, und nicht sollen Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns entstanden, unser Herz umstrickend (und darin haften) bleiben!‘
So, wahrlich, o Mönche, sollt ihr üben!“