Saṃyutta Nikaya 11
Von Sakka
1. Suvīra
Also habe ich vernommen.
Einstmals weilte der Erhabene in Sāvatthī, im Jetahaine, im Parke des Anāthapindika. Da nun redete der Erhabene die Bhikkhus an: „Ihr Bhikkhus!“ „Ja, Herr!“ erwiderten die Bhikkhus aufhorchend dem Erhabenen.
Der Erhabene sprach also: „In früherer Zeit einmal, ihr Bhikkhus, griffen die Dämonen die Götter an. Da nun, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, den Devaputta Suvīra an:,Da greifen, mein lieber Suvīra, die Dämonen die Götter an. Mach dich auf, mein lieber Suvīra, und trete ihnen entgegen!‘,Ja, Herr!‘ erwiderte der Devaputta Suvīra, ihr Bhikkhus, aufhorchend Sakka, dem Fürsten der Götter. Aber er war säumig.
Und zum zweiten mal, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, den Devaputta Suvīra an: ‚Da greifen, mein lieber Suvīra, die Dämonen die Götter an. Mach dich auf, mein lieber Suvīra, und trete ihnen entgegen.‘ ‚Ja, Herr!‘ erwiderte der Devaputta Suvīra, ihr Bhikkhus, aufhorchend Sakka, dem Fürsten der Götter. Aber er war säumig.
Und zum dritten mal, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, den Devaputta Suvīra an: ‚Da greifen, mein lieber Suvīra, die Dämonen die Götter an. Mach dich auf, mein lieber Suvīra, und trete ihnen entgegen.‘ ‚Ja, Herr!‘ erwiderte der Devaputta Suvīra, ihr Bhikkhus, aufhorchend Sakka, dem Fürsten der Götter. Aber er war säumig.
Da nun, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, den Devaputta Suvīra mit der Strophe an:
‚Wo man, ohne tätig zu sein, ohne sich zu bemühen zum Glück gelangt,
Dorthin gehe, Suvīra, und bringe auch mich eben dorthin.‘‚Wenn man saumselig ist, untätig, und seine Pflichten nicht erfüllt,
Wenn man alle sinnlichen Genüsse ausgekostet hat,
dann zeige mir, Sakka, dies höchste Ziel.‚Wo man saumselig ist und untätig und (doch) zu unendlichem Glück gelangt,
Dorthin gehe, Suvīra, und bringe auch mich dorthin.‘‚Das Glück, das wir, o Sakka, du bester der Götter,
durch Nichthandeln erlangen können,
Wo es keinen Kummer und keine Verzweiflung gibt:
zeige mir Sakka dies höchste Ziel.‘‚Wenn irgend wer des Handelns ledig ist und an nichts mehr hängt
Das ist der Weg zum Nirvana: dorthin gehe, Suvīra,
Und bringe auch mich eben dorthin.‘
Sakka, der Fürst der Götter, ihr Bhikkhus, wird ja freilich, den Lohn seines eigenen Verdienstes auslebend, unter den Tāvatimsa-Göttern die Obmacht, die Herrschaft, die Königswürde ausübend, einer sein, der Tätigkeit und Energie preist. Hier (in unserem Orden), ihr Bhikkhus, werdet ihr glänzen, wenn ihr, die ihr in der so wohl verkündeten Lehre und Regel der Zeremonie der Weltabkehr euch unterzogen habt, tätig seid, euch anstrengt, euch bemüht, um zu erlangen, was noch nicht erlangt ist, um zu gewinnen, was noch nicht gewonnen ist, um zu verwirklichen, was noch nicht verwirklicht ist.